Raspberry Pi: SD-Karten-Backup unter Mac OS X

Sowohl das Anlegen als auch das Zurückspielen des Raspberry-Backups ist unter Max OS X recht simpel. Hätt' ich das doch schon früher gemacht...

Da das Festplattendienstprogramm mit dem Ext4-Filesystem des Raspberry nicht klarkommt, kann man zwar "scheinbar" ein Image der SD-Karte anlegen. Aber das Zurückspielen des Backups geht schief. Hilft also nicht.

Mit ein paar Terminalkommandos klappt ein Backup der SD-Karte unter Mac OS X aber ganz einfach. Die Anleitung stammt im Original von SmittyOne. Hier nur die Kurzfassung:

 

Backup anlegen

Herausfinden, unter welchem Namen die SD-Karte am Mac gemountet ist:

 

diskutil list

In meinem Fall ist der Mountpfad /dev/disk1. Mit diesem Namen das dd-Kommando aufrufen:

 

sudo dd if=/dev/rdisk1 bs=1m | gzip > ~/Desktop/pi.gz

Bedenke: Der Name des Input Files (is=) weicht etwas ab: rdisk1. Das ist korrekt und hat mit der Art zu tun, wie das Device angesprochen wird (r=raw). Das entstehende Image soll eine Blockgröße (bs=) von 1MB haben, wird direkt gezippt und landet dann als pi.img.gz-Archiv auf dem Schreibtisch.

 

Backup wiederherstellen

Jetzt kommt der spannende Teil: Das Backup muss sich auch wieder einspielen lassen, sonst ist es wertlos. (Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche!)

Dazu wieder diskutil list prüfen, welchen Mountpfad die Karte hat (hier wieder /dev/disk1) und den Pfad der Befehle ggf. anpassen. Vor dem Beschreiben muss die SD-Karte zunächst un-mounted werden. Klingt komisch, ist aber so:

 

diskutil unmountDisk /dev/disk1
gzip -dc ~/Desktop/pi.gz | sudo dd of=/dev/rdisk1 bs=1m

Bedenken: dd benötigt raw-Zugriff auf das Device, daher lautet der Pfad nicht /dev/disk1, sondern /dev/rdisk1.

Nicht wundern, das Zurückspielen des Backupds braucht recht lange: Das Widerherstellen einer 16GB-Karte aus einem gezippten 3GB-Image heraus dauert bei mir ca. 1h. Währenddessen passiert im Terminal gar nichts, d.h. es gibt keinen Fortschriftssbalken o.ä. Nach Fertigstellung erscheint lediglich der Prompt wieder.