TYPO3 auf dem Raspberry Pi 2 B - Teil 1: Installation ohne Monitor und Tastatur

Der neue Raspberry Pi 2 B war heute endlich in der Post! Lang genug hat's ja gedauert. Spontane Idee: Die Rechenpower könnte für einen kleinen TYPO3-Entwicklungsserver reichen...? Aber gerade heute ist kein HDMI-Kabel zurm Ausprobieren da. Na, dann installiere ich Raspbian eben "headless" – ohne Monitor, Tastatur und Maus!

 

Die Zutatenliste

  • Micro-SD-Karte (SDHC mit min. 4 GB, besser 16 GB )
  • Netzteil und Netzwerkkabel für den Raspberry Pi.
  • Einen zweiten Rechner (PC, Mac, Linux,...) mit SD-Card-Reader ein und Micro-SD-Adapter.

  • Das aktuelle NOOBS (News Out Of the Box Software) mit Raspbian. Kann man von der offiziellen RapsberryPi-Seite herunterladen.
  • Und natürlich den Raspberry Pi 2 B selbst :-)

 

Vorbereitungen am PC

Nach dem Entpacken des NOOBS erklärt die Datei INSTRUCTIONS-README.txt, wie man die Software auf die Micro-SD-Karte bekommt. Das ist einfach:

  • Micro-SD-Karte am PC formatieren, z.B. mit SDFormatter (Windows) oder SDFormatter (Mac). Oder mit Bordmitteln wie gparted unter Linux, dann mit FAT-Dateisystem.
  • Alle entpackten NOOBS-Dateien und Ordner auf die Micro-SD-Karte kopieren, so dass die INSTRUCTIONS-README.txt im Rootverzeichnis der Karte liegt.

Abweichend vom Standard noch ein paar Änderungen an der Installationsroutine, damit die Installation "headless" und vollautomatisch funktioniert. Mangels Tastatur und Monitor (siehe oben) muss ja alles ohne Benutzerinteraktion ablaufen. Dafür:

  • Im Rootverzeichnis der SD-Karte die Datei /recovery.cmdline mit einem Texteditor öffnen und die (einzige) Zeile um ein "silentinstall" erweitern:
    runinstaller quiet vt.cur_default=1 elevator=deadline silentinstall
  • Im Verzeichnis os auf der SD-Karte alle Unterverzeichnisse mit Ausnahme von Raspbian löschen.
  • Die Datei os/Raspbian/flavours.json auf der SD-Karte mit einem Texteditor öffnen und alle "Flavours" bis auf eine löschen, so dass in der Datei nur Folgendes übrigbleibt (die supported_hex_revisions können natürlich abweichen):
    {
      "flavours": [
        {
          "name": "Raspbian",
          "description": "A Debian wheezy port, optimised for the Raspberry Pi",
          "supported_hex_revisions": "2,3,4,5,6,7,8,9,d,e,f,10,11,12,14,19,1040,1041"
        }
      ]
    }

 

Weiter am Raspberry Pi

Jetzt die Micro-SD-Karte in den Raspberry Pi stecken, Netzwerkkabel und Stromkabel einstöpseln und ca. 20 Minuten warten. So lange dauert nämlich die Installation, egal ob "silent", "headless", "unattended" oder anders.

Danach geht es per SSH weiter:

  • Erstmal die IP-Adresse des neuen Raspberry Pi 2 B herausfinden. Gar nicht so einfach ohne Monitor :-) Also doch wieder ein Netzwerk-Scan vom PC aus. Ich nutze dafür den kostenlosen Angry IP Scanner, den gibt's für alle gängigen Betriebssysteme.
  • Der Login funktioniert ab jetzt per SSH mit: ssh pi@ip.adr.es.se und "raspberry" (dem Standardpasswort).

Feierabend! Morgen geht's weiter mit 'nem Apache Webserver auf dem Raspberry Pi...